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Die Bundesliga kehrt zurück: Jetzt geht es erst richtig los!

Die Winterpause war kurz in diesem Jahr, bedingt durch den vollen internationalen Terminkalender mit der ersten überdimensionierten Klub-WM im Sommer und vor der XXL-Weltmeisterschaft in diesem Jahr. So hatte die Fußball-Bundesliga eher nur eine kleine Weihnachtspause, immerhin aber eine Erholungsphase im Gegensatz zur internationalen Konkurrenz, vor allem in England, wo in dieser Zeit Hochbetrieb herrscht. Harry Kane genoss das zum Beispiel, sein Motto hieß „nichts wie ab mit der Familie in die Karibik“.

Doch jetzt wird wieder trainiert, die Bundesliga ist zurück, am kommenden Wochenende geht es wieder los. Eigentlich geht es jetzt erst richtig los. Der Herbst bis Weihnachten ist nur eine Art Vorspiel für die Zeit der Entscheidungen ab Januar mit den Höhepunkten im Frühjahr, wenn es wirklich um die Titel geht bzw. um die bittere Wahrheit in Sachen Abstieg. So gilt es in diesen Tagen die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen, wenn die Herbstbilanz mäßig ausfiel. Wer hinten steht, schaut eher nach Hilfe, wer oben steht, schaut, das es möglichst so bleibt.

Diesbezüglich möchte man meinen, dass die Bayern nur mit einem Auge auf die Bundesliga gucken, bei neun Punkten Vorsprung und der weitaus besten Tordifferenz ist die BL fast ein sanftes Ruhekissen. Der DFB-Pokal soll aber endlich wieder in der eigenen Vitrine stehen und eine erfolgreiche Champions League wäre die Krönung. Auch Harry Kane weiß: „Abgerechnet wird am Schluss, im Frühjahr geht es um die Titel“. Wie überlegen aber die Münchner in der Bundesliga sind, macht auch ein Blick auf die aktuelle Rangliste der Fachzeitung kicker deutlich, die im Winter und Sommer die BL-Spieler einordnet. Erste Bilanz: Nur bei den Torhütern sind die Bayern nicht vorn (Kobel/Dortmund, Neuer Achter), aber Dayot Upamecano ist bester Innenverteidiger vor Nico Schlotterbeck (Dortmund), Konrad Laimer Nummer 1 der defensiven Außenverteidiger vor David Raum (Leipzig) und Joshua Kimmich als Bester im defensiven Mittelfeld vor Aleix Garcia (Leverkusen). Zudem sind nach Einschätzung der Fachzeitung nur Harry Kane und Michael Olise als Spieler von Weltklasse einzustufen. Die Bayern vorn, das ist Alltag in der Bundesliga.

Ginge es allein um die Meisterschaft, wäre Langeweile angesagt. Aber es erweist sich als Glücksfall, dass es seit Jahren auch um die internationalen Plätze geht und der Kampf um den Klassenerhalt bleibt eigentlich jedes Jahr interessant. Wer sich schließlich rettet, feiert diesen Erfolg wie eine Meisterschaft. Zur Erinnerung: Schlusslicht ist Mainz 05 mit nur einem Sieg und acht Punkten, Heidenheim (11) steht auf dem zweiten Abstiegsplatz, St. Pauli (12) müsste in die Relegation, in der engeren Gefahrenzone befinden sich aber auch Augsburg (14) und Wolfsburg (15). Die nachfolgenden HSV, Gladbach und Köln sollten sich mit 16 Punkten nicht zu sicher fühlen.

Wer unten steht, trachtet natürlich besonders nach Verstärkungen. So holte sich Mainz einen Mann, der Tore schießen soll, es zuletzt allerdings kaum tun konnte, weil er in Augsburg mehr oder weniger nur Joker war und deshalb nur einmal traf. Das soll für Philipp Tietz in Mainz anders aussehen. Der FCA kassierte zwar vier Millionen Euro, aber einen Stürmer gerade zu einem Konkurrenten gehen lassen… Wenn Tietz wirklich trifft, kann es zum Bumerang werden. Die Augsburger haben auch reagiert, zunächst Yannik Keitel aus Stuttgart ausgeliehen, um eine Lücke im Mittelfeld zu schließen und ein alter Bekannter könnte Tietz ersetzen, im Gespräch ist Österreichs Held der WM-Qualifikation, Michael Gregoritsch, der vor dreieinhalb Jahren Augsburg verließ und zuletzt in Dänemark bei Bröndy IF tätig war, am Ende aber auch meist auf der Bank landete. Andere Sorgen hat man beim HSV, wo man zwar auch Verstärkungen sucht, aber zunächst andere Probleme lösen muss. So bat überraschend Sportvorstand Stefan Kuntz aus familiären Gründen um die Auflösung seines Vertrages. Er hat gute Arbeit geleistet, war aber bei seinen Kollegen nicht unumstritten. Ein ganz anderes Problem schuf Torhüter Daniel Peretz. Er hat es satt hat, nur auf der Bank zu sitzen, kam er doch mit der Aussicht auf die Rolle der Nummer 1 nach Hamburg. Jetzt sagte Israels Natinaltorhüter, „ich kann mit der Mannschaft nicht mehr trainieren“ und blieb dem Training fern. Mit dem FC Southampton in England hat er einen neuen Verein, die Bayern als Arbeitgeber sind mit dieser Leihe einverstanden, der HSV allerdings kann dies ohne Ersatz nicht machen. Nur mit zwei jungen Torhütern auf der Bank ist das Risiko zu groß.

Das neue Jahr beginnt mit den letzten zwei Spieltagen der Hinrunde und sofort mit einer englischen Woche. Die Rückrunde beginnt gleich anschließend vom 16. – 18. Januar. Start ist am Freitag mit dem Schlager Frankfurt – Dortmund, beim Topspiel am Samstag stehen sich mit Leverkusen und Stuttgart zwei weitere „‚Bayern-Verfolger“ gegenüber. Die Bayern selbst haben Wolfsburg zu Gast und müssen zum Abschluss der Hinrunde nach Köln. Zwei Teams aus dem erweiterten Keller also. Dort wird es füt Mainz nicht leicht, bei Union Berlin zu punkten, danach kommt es aber zum direkten Kellerduell gegen Heidenheim. Der FCH hat schon am Samstag ein wichtiges Spiel gegen Köln und kämpft dabei um den Anschluss. Für die Klubs davor geht es vor der Rückrunde darum, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren. St. Pauli hat es gegen Leipzig und in Wolfsburg besonders schwer, der FCA muss in Gladbach ran und trifft auf Union. Der HSV wird es in Freiburg und gegen Leverkusen auch schwer haben, zu punkten. Vielleicht heißt es danach „das neue Jahr fängt ja gut an“, die einen meinen es positiv, die anderen sarkastisch…

Die 2. Bundesliga hat im Sommer das Privileg, ihre Saison vor dem Oberhaus beginnen zu können, um mit alleinigen Spieltagen mehr Aufmerksamkeit zu haben. Das geht bei der kurzen Pause nicht, dafür darf das Unterhaus erst eine Woche später beginnen. Das Interesse richtet sich natürlich auf die möglichen Aufsteiger. Schalke 04 ist überraschend Tabellenführer und wäre oben herzlich willkommen. Anders der Zweite, SV Elversberg, der mit drei Zählern Abstand folgt und auch im Vorjahr schon an der Bundesliga schnupperte. Die Bundesliga lechzt aber nach attraktiven Aufsteigern, das wäre wohl die Nächstplatzierten Darmstadt und Paderborn nicht, eher Hannover, Hertha BSC oder Kaiserslautern und Nürnberg, die liegen aber weiter zurück. Letzter wiederum ist Neuling Dynamo Dresden, wo man glücklich über den Aufstieg war, viele fänden es schade, wenn es nur ein kurzes Gastspiel wäre.

Auf die Nationalmannschaft müssen die Fans noch bis zum März warten. Da beginnt der Reigen der Testspiele in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko am 27. März in der Schweiz. Diesen Termin haben vor allem die WM-Kandidaten im Visier und so gab es in der Pause interessante Wechsel. Um ihre WM-Chance zu wahren, müssen die Kandidaten natürlich spielen können, damit sie sich überhaupt Bundestrainer Julian Nagelsmann empfehlen können. Sorgen diesbezüglich hatte vor allem Pascal Groß bei Borussia Dortmund, wo er zuletzt meist nur auf der Bank saß, deshalb ging es zurück zu seinem alten Verein Brighton in der Premier League. Niclas Füllkrug wiederum verließ England, weil er bei West Ham nicht glücklich wurde, heuerte deshalb beim AC Mailand an und bekam gleich die ersten Spielminuten. Sollte er seine alte Treffsicherheit wiederfinden, wäre auch Nagelsmann glücklich. Andere Sorgen hat er bei den Torhütern. Die jahrelange Nummer 1 Manuel Neuer ist kein Thema mehr, sein erkorener Nachfolger ter Stegen war lange verletzt und will nun Barcelona verlassen, damit er mit Spielpraxis auf den WM-Zug aufspringen kann. Einziger Torhüter in Form ist also Oliver Baumann, die aktuelle Nummer 1, ein Warnzeichen für die Spieler und den Bundestrainer, dass der kicker in seiner Rangliste der Besten die Anwärter auf einen WM-Platz hinter Baumann und vielleicht ter Stegen, nämlich Nübel, Dahmen und Atubolu nicht unter den aktuell stärksten Torhütern der Bundesliga aufführt!

Aber bis zum März bzw. Mai wird sich im deutschen Fußball noch viel tun. Lassen wir uns überraschen.

Große Momente 2025 und ein Super-Sportjahr 2026

Der Jahreswechsel ist immer die Zeit, zurückzuschauen, aber auch vorauszuschauen. Das ist privat so, beruflich, aber natürlich auch im Sport. Nicht an alles kann oder muss man sich erinnern, einige Highlights aber bleiben natürlich im Gedächtnis. Gleichzeitig schaut man beim Jahreswechsel voraus, was wird das neue Jahr bringen? Was den Sport angeht, wird es ein tolles Jahr, alle vier Jahre gibt es ein Super-Sportjahr mit Olympischen Winterspielen und der Fußball-Weltmeisterschaft. Hier ein kleiner Rückblick auf die großen Momente 2025 und ein Ausblick auf 2026.

Wenn man die großen Sieger 2025 sucht, dann hilft ein Blick auf die Wahl der Sportler des Jahres, die Gewinner haben Großartiges geleistet. So die Biathletin Franziska Preuß, deren Karriere immer wieder durch Erkrankungen beeinträchtigt wurde, die aber 2025 ihren Höhepunkt erlebte und erstmals Weltcupsiegerin wurde. Zehnkämpfer Leo Neugebauer musste bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio beim abschließenden 1500-m-Lauf die letzten Kraftreserven für seinen ersten WM-Titel mobilisieren, kraftlos saß er danach sogar im Rollstuhl. Er war Deutschlands einziger Weltmeister. Die Basketball-Nationalmannschaft setzte ihre Erfolgsserie fort, der Weltmeister wurde auch Europameister, das war noch spektakulärer als der Titel der Hockey-Nationalmannschaft.

Besondere Titelgewinne gab es auch im nationalen Mannschaftssport. Nun werden viele sagen, eine Meisterschaft ist für Bayern München nichts Außergewöhnliches, eher Gewohnheitssache, wenn man zum 34. Mal vorne lag. Aber nach elf Siegen in Folge wurden die Münchner 2024 von Bayer Leverkusen entthront, da war die „Wiedergutmachung“ schon etwas anderes. Einer feierte dabei seine erste Meisterschaft, nach der er buchstäblich lechzte: Englands Superstar Harry Kane, der mit Tottenham nichts gewinnen konnte und extra zu den Bayern wechselte, weil die als Seriensieger bekannt sind. Doch in seinem ersten Jahr in München ging er leer aus, umso mehr feierte er 2025 und das soll sich im nächsten Jahr fortsetzen. Ihren ersten Titel holten auch die Füchse Berlin im Handball und feierten entsprechend, in einem anderen Wettbewerb mussten sie dem SC Magdeburg den Vortritt lassen, der im Finale der Champions League gegen die Füchse gewann. Wie eine Meisterschaft feierte der Hamburger SV seine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Sieben Jahre des Wartens hatten endlich ihr Ende, das war fast schon mehr als ein Titelgewinn. Das Ziel für 2026 ist klar, da muss der Klassenerhalt gelingen. Ein sofortiger Wiederabstieg wäre fast eine Katastrophe.

Es geht aber nicht nur um Titelgewinne, es tat sich auch sonst Bemerkenswertes. Bei drei Fußball-Stars kam immer der Name Bayern München ins Gespräch. Natürlich bei Thomas Müller, der am 10. Mai seinen Abschied von den Bayern nahm, wo er keinen Vertrag mehr bekam. Nach dem 355. Heimspiel seiner Karriere wurde er von den Fans gefeiert und ebenso wenig später, als er in Vancouver auftauchte. In Kanada bei den Whitecaps will er noch ein bisschen mitmischen und führte den neuen Verein gleich wieder zu Titeln. Hier der Abgang, dort gelangen den Bayern die Neueinkäufe nicht. Sie bemühten sich sowohl um Florian Wirtz, als auch um Nick Woltemade, doch jeweils war die Premiere League attraktiver. Liverpool und Newcastle United legten 150 bzw. 75 Millionen Euro hin, die die Bayern nicht zahlen wollten. Wirtz wird wohl manchmal gezweifelt haben, ob sein Schritt richtig war (erzielte am Wochenende sein erster Tor!), Woltemade war gleich mittendrin und nicht nur dabei.

Viele Sportler haben ihre Karriere beendet und wir werden sie vermissen, Timo Boll, das Tischtennis-Ass zum Beispiel oder Tennis-Weltstar Rafael Nadal. Andere Sportler vermissen wir, weil sie von uns gegangen sind. Besonders schmerzhaft, wenn der Tod im jungen Alter zuschlägt, so verunglückte die Ex-Biathletin Laura Dahlmeier mit 31 Jahren beim Klettern in Pakistan am 6096 m hohen Laila Peak. Die Berge waren ihre Liebe, das Klettern ihre Leidenschaft. Besonders tragisch auch der Tod von Portugals Nationalspieler Diogo Jota (28) vom FC Liverpool, der bei einem Autounfall zusammen mit seinem Bruder André starb. Gestorben sind auch ehemalige Sportgrößen wie George Foreman (76), Nikola Pilic (86), Werner Lorant (76), Hulk Hogan (71) oder Jochen Mass (78).

2026 hat viele Höhepunkte

Keine traurigen Gedanken mehr, freuen wir uns auf viele Höhepunkte im neuen Jahr. Das verbindende Element ist immer die Vierschanzentournee, die am Montag in Oberstdorf beginnt (siehe der nächste Blog „Das Warten auf den idealen Sprung“) und im neuen Jahr in Bischofshofen endet. Im Mittelpunkt dürfte im Januar aber die Handball-Europameisterschaft der Männer in Dänemark, Schweden und Norwegen vom 15. Januar bis 1. Februar stehen. Deutschland träumt vom Finale. Oberstdorf sieht vom 22. bis 25. Januar zudem die Skiflug-WM.

Im Februar schaut natürlich alles auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo in Italien (6. – 22.2.). Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass auch die deutschen Athleten von Medaillen träumen dürfen, vor allem im Eiskanal bei Bob und Rodeln. Im März beginnt die neue Saison der Formel 1 (8.3. in Melbourne), die besonders zu werden verspricht, weil ein neues technisches Reglement fast alles auf Null stellt. Im April horchen erstmals auch die Golfer auf, die Saison der großen Turniere beginnt am 9. 4. in Augusta (USA). Der Mai ist der Monat der Fußball-Finals (die Bundesliga endet, Pokalendspiele der Männer und Frauen, am 30.5. Finale Champions League). Auch nach Olympia lassen sich die Eishockey-Cracks ihre WM nicht nehmen, vom 15. – 31. 5. werden sie in der Schweiz aber ein bisschen schwitzen müssen.

Im Juni geht es fast nur um Fußball, die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada steht an (11. 6. – 19.7.). Hoffentlich wird das Turnier angenehmer als die WM-Auslosung mit dem narzistischen Gehabe von US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino ein Tiefpunkt des Sportjahres 2025. Während die Fußball-WM läuft, startet Wimbledon, das Mekka des Tennis (29.6. – 12.7.) und steigen die Rad-Asse auf ihre Rennräder für die Tour de France (4. – 26..7.). Im August wird die Leichtathletik-EM in Birmingham die Fans begeistern (10. – 16.8.) und bei der WM der Rhythmischen Gymnastik in Frankfurt (12. – 16.8.) träumt Darja Varfolomeev wieder von einem Medaillensegen für Deutschland, im Vorjahr holte sie fünf Titel!. Nicht vergessen: Die Fußball-Bundesliga startet auch wieder (28.8.).

Langsam geht es wieder auf den Winter zu, aber im September gibt es zum Beispiel noch die Basketball-EM der Frauen in Berlin (4.-13.9.) oder die Straßen-WM der Radler in Montreal (20. -27.9.). Im Oktober schauen viele nicht nach Schnee, sondern in die Wärme, zum Ironman im Triathlon auf Hawaii (10.10.). Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Die alpine Skisaison beginnt traditionell Ende Oktober auf dem Gletscher in Sölden, im November geht es in Skandinavien und Nordamerika weiter. Biathlon beginnt Ende November oder Anfang Dezember, der ewige Ablauf eines Sportjahres.

Freuen wir uns also auf das Sportjahr 2026, auf den großen Sport mit viel Spaß und Spannung, mit Siegen und Niederlagen und hoffen wir, dass wir von großen Skandalen verschont bleiben. Nur fairer Sport macht wirklich Spaß!

Viel Spaß und alles Gute für 2026 wünscht der Sport-Grantler seinen Leserinnen und Lesern wo auch immer sie auf der ganzen Welt wohnen!

Das Warten auf den idealen Sprung

Im Wintersport hat Biathlon, was die Einschaltquoten im Fernsehen angeht, die Nase vorn. Die Zuschauerzahlen sind gleichmäßig immer besser als von allen anderen Wettbewerben auf Schnee oder Eis. Nur eine Ausnahme gibt es: Zum Jahreswechsel interessiert sich ein großer Teil des gesamten Landes für die Skispringer. Die Vierschanzentournee gehört immer zu den sportlichen Highlights eines Jahres und sorgt für Rekordquoten. Das wird in diesem Jahr nicht anders sein, noch besser wäre es, wenn die deutschen Skispringer um den Sieg mitspringen könnten. Die Sport-Nation lechzt geradezu nach einem deutschen Tourneesieger, den es zuletzt mit Sven Hannawald 2002 gab. Auch in diesem Jahr sind die Favoriten andere, im DSV-Team sind sie nicht zu finden. So bleibt nur das Warten auf den idealen Sprung bzw. idealen Wettbewerb.

Die diesjährige Tournee, die am Montag (16.30 Uhr) in Oberstdorf beginnt, dann nach Garmisch-Partenkirchen (Neujahr 14 Uhr) und Innsbruck (4. Januar, 13.30 Uhr) geht und am 6. Januar (16.30 Uhr) in Bischofshofen endet, steht aber noch unter einem anderen besonderen Vorzeichen: Bundestrainer Stefan Horngacher wird nach der Saison seine Arbeit beim DSV beenden. Am Liebsten natürlich mit einem großen Sieg, der ihm in sieben Jahren verwehrt blieb. 2006 kam der Tiroler erstmals zum DSV, war Stützpunkttrainer in Hinterzarten, Heimtrainer von Martin Schmitt und später Assistent von Bundestrainer Werner Schuster. Größter Erfolg war der Team-Olympiasieg 2014 in Sotschi. 2017 wurde er Cheftrainer in Polen und räumte ab, WM-Titel mit dem Team 2017 und 2019, Kamil Stoch führte er zum Olympiasieg 2018 in Pyoengchang, zum Vierschanzentourneesieg 2017 und 2018 sowie zum Gesamtweltcupsieg 2018. Im Frühjahr 2019 wechselte der heute 58-Jährige wieder zum DSV, ähnliche Erfolgsserien blieben ihm verwehrt, es blieb einzig der Titel des Skiflug-Weltmeisters für Karl Geiger 2020. Nach dieser Saison will er sich ganz in seine neue Heimat Titisee-Neustadt zurückziehen und vor allem Zeit für die Familie haben.

Aber zunächst warten noch große Aufgaben, nach der Tournee noch die Skiflug-WM in Oberstdorf, und Olympia. Dort schließt sich für ihn ein Kreis, seine Karriere hatte 1991 als Springer auf der Schanze von Predazzo begonnen, mit Österreich wurde er gleich Teamweltmeister. In Predazzo werden auch die Olympia-Medaillen vergeben. Ein Happy-End wäre es, wenn ein deutscher Springer zum Medaillengewinn springen würde. Auch hier: Warten auf den idealen Sprung!

Zunächst aber die Vierschanzentournee. Im Vorfeld gab es Unruhe im deutschen Lager, denn die Vorzeigespringer Karl Geiger und Andreas Wellinger wurden zu Hinterherhüpfern. Die Umstellung auf engere Anzüge mit weniger Flugfläche behagte ihnen nicht, auch im Absprung hapert es. „Springen ist etwas Besonderes, kleinste Fehler bringen das Flugsystem durcheinander,“ sagen Fachleute. Horngacher nahm seine Asse aus dem Weltcup und ließ sie extra für die Tournee trainieren. Einen festen Startplatz sicherte er ihnen zu, die Formkurve geht angeblich nach oben. Neue Hoffnungsträger gibt es aber, sie heißen Philipp Raimund (25) aus Oberstdorf und Felix Hoffmann (28), ein Spätstarter aus Suhl. Sie mischen in dieser Saison in der Weltspitze mit, belegen die Plätze vier und fünf in der Weltcupgesamtwertung. Vor einem Jahr kam mit Pius Paschke ein Mannschaftskollege mit noch besserem Gefühl nach Oberstdorf, er mischte den Weltcup auf, doch die Siegesserie riss zu früh, in der Tournee waren andere vorn.

Die Deutschen befürchten, dass auch in diesem Jahr wieder andere vorn sein werden. Hoher Favorit ist Doman Prevc, der 26-jährige Slowene gewann in dieser Saison schon vier Springen und führt die Gesamtwertung an. Er möchte es seinem Bruder Peter nachmachen, der 2015/16 Tourneesieger war. Schwester Nika ist übrigens die überragende Springerin bei den Frauen. Prevcs größter Konkurrent könnte Ryoyu Kobayashi sein, der 29 Jahre alte Japaner hat sein Formtief überwunden, gewann die Generalprobe in Engelberg und ist Zweiter im Weltcup. Er weiß, wie sich ein Tourneesieg anfühlt, als erst dritter Springer konnte er nach Sven Hannawald und Kamil Stoch bei der Tournee 2918/19 alle vier Springen gewinnen. Es folgten Triumphe 21/22 und 23/24, hier eine Besonderheit, denn in jedem Springen landete er auf Platz 2! Ja, und dann gibt es noch die Österreicher, die sind immer für den Gesamtsieg gut, Daniel Tschofenig ist der Titelverteidiger, er war damals der Aufsteiger des Jahres. Zu den Favoriten gehört aber vor allem auch Stefan Kraft, der zur Tournee meist seine Bestform findet.

Die Frauen dürfen Hoffnung haben

Auch im Skispringen sind die Frauen benachteiligt und springen im wahrsten Sinne des Wortes hinterher. Wie in anderen Sportarten auch, lechzen die Springerinnen nach Gleichberechtigung, zum Beispiel finanziell. Ihr Traum von einer eigenen Vierschanzentournee soll aber bald in Erfüllung gehen, sie dürfen Hoffnung haben. Die Schanze in Innsbruck bekommt endlich Flutlicht und so ist pünktlich zum 75. Jubiläum der Tournee 12026/27 erstmals für die Frauen eine Vierschanzentournee geplant. Wie der Ablauf sein wird, darüber wird noch diskutiert. In diesem Jahr bleibt es bei der sogenannten Two-Nights-Tour, gesprungen wird an Silvester in Garmisch-Partenkirchen (12.50 Uhr) und an Neujahr Oberstdorf (16.05 Uhr). Geht es nach dem Weltcup, steht mit Nika Prvec (Slowenien, siehe oben) die Pokalgewinnerin fest. Härteste Konkurrentin dürfte die Japanerin Mruyama sein, die immer wieder mal vorne landet. Die deutschen Mädchen haben das Podest meist knapp verpasst, kürzlich hat aber Katharina Schmid den Bann gebrochen und landete auf dem Podest. Vor allem auf der Heimschanze in Oberstdorf will sie mitmischen, ebenso wie Selina Freitag aus Aue. Eine deutsche Gesamtsiegerin der noch jungen Zwei-Schanzen-Tour gab es noch nicht. Sie müssen sich ja den Gesamtsieg nicht unbedingt bis zur ersten Vierschanzentournee aufheben.

2025 gab es in der Bundesliga nur einen Tabellenführer

Das Jahr 2025 geht zu Ende, für alle und überall Zeit, Bilanz zu ziehen. Natürlich auch in der Fußball-Bundesliga, doch da steht vor allem ein Fazit der Vorrunde zu Beginn der kurzen Weihnachtspause auf dem Programm. Und dennoch gibt es eine erstaunliche Jahresbilanz: Im ganzen Jahr 2025 gab es in der Bundesliga nur einen Tabellenführer – den FC Bayern München. Genau genommen stehen die Bayern seit 47 Spieltagen immer auf Platz eins. Wohl keiner errät, wer der letzte Spitzenreiter vor der Münchner Erfolgsserie war: Er hieß am 1. September 2024 FC Heidenheim! Das Team von der Ostalb startete damals mit zwei Siegen! Es war einmal, schöne Erinnerungen, jetzt sieht es anders aus – zur Weihnachtspause steht Heidenheim auf einem Abstiegsplatz. Der Unterschied zu den Bayern wurde auch am Sonntag deutlich, der Meister siegte standesgemäß 4:0, obwohl er auf neun (!) Spieler aus unterschiedlichen Gründen verzichten musste und sieben Nachwuchsspieler auf der Bank bzw. teilweise auf dem Platz hatte. Mit dem 16-jährigen Cassino Kiala wurde der zweitjüngste Debütant nach Paul Wanner eingewechselt. Der Sieg in Heidenheim vollendete aber noch eine bemerkenswerte Bilanz: Die Bayern blieben 2025 auswärts ungeschlagen! Zum Trost: Auch Heidenheim hat einen Rekordhalter: Kapitän Patrick Mainka war in allen 83 Spielen des FCH in der Bundesliga über volle 90 Minuten dabei, damit löste er Christian Günter vom SC Freiburg ab, der es zwischen 2022 und 2022 auf 82 Spiele brachte.

Wenn von Bestleistungen die Rede ist, kommt man an Harry Kane nicht vorbei. Er vollendete das Werk in Heidenheim mit dem Treffer zum 4:0 mit einem Jubiläum, sein 100. Scorerpunkt in der Bundesliga und das in nur 78 Spielen. Dabei erzielte er 81 Tore und gab 19 Vorlagen. In dieser Saison führt er die Scorerliste mit 24 Punkten (19+5) ebenfalls wieder an, vor seinen Vereinskameraden Michael Olise (16/7+9) und Luis Diaz (14/8+6). Kein Wunder, bei der Überlegenheit der Bayern. Harry Kane visiert jetzt den Rekord von Robert Lewandowski mit 41 Toren in einer Saison an, macht er wie bisher weiter (19 Tore in 14 Spielen), müsste das möglich sein. Aber vorher bekam er noch eine besondere Auszeichnung, eine, die er sicher verdient hat. Die Fachzeitung Kicker kürte ihn zur „Persönlichkeit des Jahres 2025“ (erster Sieger war 1990 Franz Beckenbauer, im Vorjahr Xabi Alonso). Begründung u. a.: „Kane ist ein perfekter Botschafter der Bundesliga auf und neben dem Spielfeld.“

Die Bayern können also beruhigt in die Weihnachtspause gehen, neun Punkte Vorsprung sind ein sanftes Ruhekissen, aber sie wissen auch, dass die Titel erst im Frühjahr vergeben werden. Noch ist nichts gewonnen. Ganz anders sieht es beim Tabellenzweiten aus. Bei Borussia Dortmund herrscht immer wieder Unruhe, schon ist vom neuen „FC Hollywood“ die Rede, diesen Titel wollen die Westfalen den Bayern eigentlich nicht abnehmen. Immer wieder Ärger gibt es vor allem mit Karim Adeyemi, der sich beim 2:0 gegen Gladbach mit Gegner, Schiedsrichter und Trainer Kovac anlegte. Er zeigt manchmal schlechtes Benehmen, da sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann überlegen, ob er in die Nationalmannschaft passt. Andere Sorgen hatten die Verfolger Leverkusen und Leipzig, die mit Abstellungen für den Afrika-Cup und Verletzungen im direkten Duell buchstäblich auf der letzten Rille liefen, Bayer hat dies besser verkraftet und hat sich mit dem 3:1-Sieg nach einem schwachen Saisonstart heimlich, still und leise auf Rang drei vorgearbeitet.

Wer oben steht oder seine Wünsche erfüllt sieht, kann einigermaßen frohe Weihnachten feiern. Am Tabellenende sieht es anders aus. Vor allem Schlusslicht Mainz hofft auf ein besseres 2026. Gegen den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, St. Pauli, gelang kein Befreiungsschlag, das 0:0 brachte beiden nicht viel, die Hamburger verließen wenigstens die direkten Abstiegsplätze. Dazu fehlen Mainz vier Punkte, bisher gelang in dieser Saison kein Heimsieg, so wird der Klassenerhalt schwierig. Immerhin gab es unter dem neuen Trainer Urs Fischer noch keine Niederlage, seine Erfolgserlebnisse hatten die 05er international, in der Conference League schafften sie mit dem 2:0 gegen Samsunspor den direkten Sprung ins Achtelfinale und verdienten bisher 6 Millionen Euro. Da sollten Verstärkungen möglich sein. Auch die Konkurrenz will sich natürlich verstärken, Heidenheim sucht Ersatz für „Retter“ Leo Scienza, der am Ende der Sommer-Transfers ging, der FC Augsburg sucht weiter einen neuen Trainer, tut sich aber schwer und so könnte Interimscoach Manuel Baum bis zum Saisonende bleiben. Vier Zähler hat er in drei Spielen geholt, aber neben dem Sieg gegen Leverkusen war gegen Frankfurt und Bremen viel Pech und Ärger mit dem VAR dabei. Wolfsburg hat dagegen seinen neuen Trainer, kurz vor dem Spiel gegen Freiburg erhielt Daniel Bauer wie erwartet einen Vertrag bis 2027. Gefeiert wurde die Unterschrift nicht, in einem turbulenten Spiel unterlag der VfL mit 3:4, die Premiere als Chefcoach ging also schief. Und noch einer konnte sich nicht freuen, Dzenan Pejcinovic erhielt das Vertrauen zum Start, das 20-jährige Talent erzielte drei Tore und ärgerte sich, weil es dafür keine Punkte gab. So einen Stürmer sucht der Hamburger SV, Poulsen ist wie Glatzel immer noch verletzt und Königsdörffer trifft den Kasten nicht. Eine Notlage also, die Angst vor dem Abstieg macht. Die Weihnachtspause ist kurz, am 9. Januar geht es weiter.

Ein kurzer Blick in die 2. Bundesliga, die ihre Hinrunde beendet hat, Schalke 04 liegt überraschend vorn, kassierte aber noch eine 1:2-Niederlage in Braunschweig. Elversberg ist mit drei Punkten Rückstand ebenso überraschend Zweiter und träumt erneut von der Bundesliga. Darmstadt, Paderborn und Hannover folgen. Mit 20 Punkten beginnt Holstein Kiel auf Rang elf die Abstiegszone. Schlusslicht Dresden (13) hat ein bisschen den Anschluss verloren, Fürth (15) steht ebenfalls auf einem Abstiegsplatz, den Düsseldorf (17) durch einen 2:1-Sieg im direkten Duell verlassen hat. In der 2. BL geht es am 16. Januar weiter.

International kann die Bundesliga mit ihrem Zwischenfazit zum Jahreswechsel zufrieden sein, Platz zwei in der UEFA-Rangliste wurde gehalten, also der fünfte Platz für die Champions League. Da befinden sich die Bayern auf dem Sprung ins Achtelfinale, Dortmund und Leverkusen haben zumindest die Play-Offs im Visier, nur Frankfurt wäre im Moment auf Platz 30 draußen. In der Europa League mischt Freiburg vorne mit, Stuttgart hofft ebenfalls noch, den Play-Offs zu entgehen. Die Bundesligisten haben also fast durchweg einen guten Eindruck gemacht.

Ein Stadion für die Bayern-Frauen

Die Frauen des FC Bayern München dominieren die Bundesliga und haben sich auch international in eine gute Position gebracht. Doch den entscheidenden Erfolg für eine gute Zukunft landeten sie wohl abseits des Spielfeldes. Letzte Woche hat der FC Bayern den Sportpark Unterhaching für 7,5 Millionen Euro gekauft, er soll die neue Heimat der Münchner Frauen werden, Unterhaching trägt als Pächter weiter seine Punktspiele aus. Ab 26/27 wollen die Bayern-Frauen aber vor einer größeren Zuschauerkulisse spielen, nicht nur vor 2500 wie im Campus, sondern bei Schlagerspielen vor 15.000, die in Unterhaching Platz finden. Vor allem für die Champions League war dieser Schritt dringend notwendig. Daneben will der Verein ein Zentrum für den Frauen-Fußball bauen, vor allem der Nachwuchs soll da verstärkt gefördert werden.

Schritte für die Zukunft waren auch die Vertragsverlängerungen der Leistungsträgerinnen Sarah Zadrazil, Pernille Harder und Magdalena Eriksson. Sportlich freut sich der Herbstmeister, dass er in der Champions League den Sprung unter die ersten vier Teams (neben Barcelona, Lyon und Chelsea) geschafft hat. Wolfsburg unterlag Chelsea mit 1:2 und muss den Umweg über die Play-Offs gehen, dort wird Juventus Turin der Gegner sein. In der Frauen-Bundesliga geht es wieder am 23. Januar weiter.

Sportler des Jahres

Am Ende eines Jahres werden von den Journalisten auch die Sportler des Jahres gewählt, am Sonntag wurden sie in Baden-Baden geehrt. Bei den Männern setzte sich Zehnkämpfer Leo Neugebauer durch, der Weltmeister gewann klar mit 2343 Stimmen vor Schwimmer Florian Wellbrock. Bei den Frauen war es knapper, die Weltcupsiegerin im Biathlon, Franziska Preuß, wurde erstmals „Sportlerin des Jahres“ mit 1749 Stimmen, damit 48 mehr als die Titelverteidigerin Darja Varfolomeev (Rhythm. Sportgymnastik/1701). „Mannschaft des Jahres“ wurde die Basketball-Nationalmannschaft der Männer, neben Welt- jetzt auch Europameister, dafür gab es 2638 Stimmen, das Feldhockey-Nationalteam der Männer bekam als Zweiter 1367 Stimmen.

Fußball-Hauptstadt Hamburg in Not

Im Sommer wurde gefeiert, jetzt im tristen Winter-Grau wird gejammert. Mit dem Aufstieg der Männer und Frauen des Hamburger SV in die Bundesliga, die sich zum lokalen Konkurrenten St. Pauli gesellten, wurde Hamburg plötzlich zur Fußball-Hauptstadt in Deutschland. Drei Bundesligisten kann sonst keiner aufweisen. Aber wie lange bleibt Hamburg noch topp? Die Zeichen stehen schlecht, statt Aufstiegseuphorie ist Abstiegsangst angesagt. Die HSV-Frauen rutschten nach einer 0:6-Pleite bei Tabellenführer München auf einen Abstiegsplatz, die HSV-Männer sind nach dem 1:4 bei der TSG Hoffenheim auf Rang 14 mit nur vier Punkten Abstand zur Abstiegszone nicht weit entfernt und der FC St. Pauli feierte zwar nach einer Horror-Serie von zehn Sieglos-Spielen im Kellerduell gegen Heidenheim wieder einen 2:1-Erfolg, steht aber auf dem Relegationsplatz. Nach fröhlichen Weihnachten schaut das nicht aus, ein Spieltag steht noch aus. Die HSV-Frauen müssen bei der nächsten Spitzenmannschaft, beim Zweiten Wolfsburg, antreten, die Männer hoffen auf den Heimvorteil gegen CL-Teilnehmer Frankfurt und St. Pauli hat das nächste Kellerduell vor sich, bei Schlusslicht Mainz. Ins neue Jahr kann man nur mit viel Hoffnung gehen, nämlich darauf, dass der Abstiegskampf bestanden wird. Die Fußball-Hauptstadt will sich behaupten…

An der Tabellenspitze sind Niederlagen fast ein Fremdwort, doch Siege waren es an dem letzten Wochenende auch. Es tat sich Seltsames in der Bundesliga, das Spitzentrio bleib sieglos. Macht sich hier der Kräfteverschleiß durch den dicht gedrängten Terminkalender bemerkbar? Klappt es nicht mit der Rotation? Den schwächsten Eindruck machte Leipzig, das in Berlin mit 1:3 unterlag und nicht das Auftreten einer Spitzenmannschaft hatte. Mit einem blauen Auge kam Dortmund in Freiburg davon, fast eine Halbzeit in Unterzahl (Notbremse Bellingham) brachte man den 1:0-Vorsprung nicht über die Zeit und war schon über ein 1:1 glücklich. Die Bayern hätten gegen Schlusslicht Mainz am Sonntag die Halbzeitmeisterschaft perfekt machen können, verhinderten aber mit Mühe und Not gerade noch eine Niederlage. Bei Standards sind sie verwundbar, das zeigte auch Mainz auf, ein zweites Kopfballtor brachte dem Gast die Führung. Youngster Karl hatte die Bayern in Führung geschossen, Torjäger Harry Kane zeigte sich drei Minuten vor Schluss vom Punkt wieder sicher und vermied eine Blamage. Seit rund 20 Jahren haben die Bayern zu Hause gegen einen Letzten nicht verloren, überhaupt erst zweimal konnte ein Schlusslicht beim Ersten gewinnen. Immerhin, die Bayern überwintern erstmals wieder in allen drei Wettbewerben und das große Ziel bleibt: Eine BL-Saison lang ungeschlagen sein.

Überlebenskampf am Tabellenende, an der Spitze geht es um Ruhm und Geld. Zuerst die Frage: Wer kann Überlebenskampf? Mainz kennt ihn nicht, liegt vier Punkte zurück, hat aber mit Trainer Urs Fischer einen Hoffnungsträger geholt und Achtungserfolge errungen, die Mut machen. Dem 1:1 in Posen in der Conference League folgte eben das Unentschieden in München, was moralisch wie ein Sieg wirkt. Der muss jetzt her, am Sonntag gegen St. Pauli. Die Hamburger sollen verstärkt in den Abstiegskampf reingezogen werden. Aber Mainz muss am Donnerstag gegen die Türken von Samsunspor noch einmal international ran. Was im Sommer als Glück gefeiert wurde, nämlich der internationale Wettbewerb, wird jetzt zur Belastung.

Sorgen gibt es aber auch bei den erfolgreichen Klubs. Bei Borussia Dortmund herrscht Unruhe, obwohl man insgesamt mit der Saison zufrieden sein. Zuletzt zwar Aus im Pokal, aber Dritter in der Bundesliga, gut im Geschäft in der Champions League, dort schmerzte jedoch das 2:2 gegen Nobody Bodö/Glimt aus Norwegen, der Sieg wurde leichtfertig verschenkt, von mangelnden Einsatz war die Rede. Nico Schlotterbeck schimpfte auf lustlose Joker, Flügelflitzer Adeyemi gestand „mein schlechteste Spiel des Jahres“. Torjäger Guirassy ist unzufrieden, er möchte um Titel spielen und mehr Geld verdienen. Bezeichnend: Die Talente Duranville und Campbell mussten am Wochenende zu Hause bleiben – die Strafe für mangelnden Einsatz im Training. Kein gutes Zeichen. Sorgen haben selbst die Bayern, auf hohem Niveau natürlich, wenn bei einem Unentschieden sich der Vorsprung in der Liga sogar vergrößert, neun Punkte sind es jetzt zum Zweiten Leipzig. Übrigens: 51 Tore in 14 Spielen hat es in der Bundesliga noch nie gegeben, so könnten die Bayern ihren eigenen Rekord von 101 Toren knacken! Am Sonntag schließen sie den letzten Spieltag des Jahres in Heidenheim ab, da gibt es aber Absenzen in der Abwehr. Torhüter Neuer hat sich gegen Mainz einen Muskelfaserriss zugezogen, Laimer fehlt nach der fünften Gelben Karte gesperrt. Und als Gegner könnte sich auch der schlechte Rasen in Heidenheim zeigen…

Die Trainerfrage bleibt in Wolfsburg und Augsburg noch offen. Allerdings verdichtet es sich immer mehr, dass bei den Niedersachsen Daniel Bauer vom Interims- zum Cheftrainer wird. Der 3:1-Erfolg bei den wiedererstarkten Gladbachern war ein deutliches Signal von Bauer und dem Team. Und das ausgerechnet gegen Eugen Polanski, dem Bauer praktisch nacheifern will. In Augsburg wird noch gesucht. Zwei Siege in Folge gelangen auch Manuel Baum nicht, dem 2:0 gegen Leverkusen folgte ein unglückliches 0:1 in Frankfurt. Der VAR wurde zum Gegner, Millimeter bei Abseitsentscheidungen verhinderten einen Punktgewinn. Einfach ärgerlich.

Manche Vereine in Europa müssen in den nächsten Wochen fast auf Spielersuche gehen. Aber der Afrika-Cup darf für sie nicht überraschend kommen, wer Afrikaner verpflichtet, der muss mit dieser Pause rechnen, allerdings sollte der Cup künftig im Sommer ausgetragen, wurde aber wegen der neuen Klub-WM wieder auf den Winter geschoben. Vom 21. Dezember bis 18. Januar kämpfen 24 Nationen in Marokko um die Trophäe und in Europas Teams tun sich Lücken auf.

Frauen gründen ihren eigenen Verband

Entscheidendes tat sich im Frauen-Fußball: Wie die Männer mit der DFL hat jetzt auch die Frauen-Bundesliga ihren eigenen Verband. Die 14 Vereine gründeten am Mittwoch in Frankfurt die Frauen-Bundesliga FBL e.V., als Präsidentin wurde Katharina Kiel von der Eintracht gewählt, Vize wurden Veronica Saß (Bayern) und Florian Zeutschler (Essen). Die Vereine haben sich dazu entschlossen, den DFB vorerst außen vor zu lassen. Es gab zwar ein gemeinsames Papier, das aber plötzlich der DFB korrigieren wollte. Dennoch ist ein künftige Teilhabe des DFB möglich, zumal es in der Organisation der Spiele wie bei der DFL eine Zusammenarbeit gehen muss. Die Vereine versprechen sich von der Eigenständigkeit eine bessere Vermarktung und mehr gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit. Der DFB will zwar den Frauen-Fußball mit 100 Millionen Euro fördern, doch ist dies der Bundesliga zu wenig. Die Vereine sprechen ihrerseits von einem Startkapital von 700 Millionen Euro, das sie einbringen wollen. Logisch, dass sie auch entscheiden wollen, wie das Geld verwendet wird.

Sportlich war natürlich auch einiges geboten, für die Sensation sorgte zum Abschluss der Hinrunde das bisher sieglose Schlusslicht Jena, das in Köln 1:0 gewann und damit Anschluss ans Vorderfeld fand. An der Spitze setzte Werder Bremen seine Erfolgsserie fort und ist nach einem 1:0 über Leverkusen bereits Dritter. Halbzeitmeister ist Bayern München (37 Punkte) klar vor Wolfsburg (31) und Bremen (26). Die Rückrunde beginnt bereits am kommenden Wochenende, bevor es in die Winterpause bis zum 23. Januar 2026 geht.

Bayern und Wolfsburg müssen am Mittwoch zudem noch ihr letztes Ligenspiel in der Champions League absolvieren. Dabei soll es besser laufen als letzte Woche, als Wolfsburg bei Real Madrid 0:2 unterlag und die Bayern bei Atletico Madrid nicht über ein 2.2 hinaus kamen. Jetzt zählen nur Siege, um unter die ersten vier Teams zu kommen, die von den Play-Offs befreit sind. München ist Sechster mit 10 Punkten und hat große Hoffnung mit einem Sieg über Valenga Oslo (13./4) den Sprung nach oben zu schaffen, zumal die Bayern punktgleich mit Juventus Turin auf Rang vier stehen. Die Wölfinnen liegen einen Punkt hinter München, haben mit Chelsea London (3./11) aber die wesentlich schwerere Aufgabe. Die Play-Offs werden im Februar ausgetragen, die K.o.-Runden beginnen mit dem Viertelfinale am 24./25. März.

Großartige Handball-Frauen

Die Nationalmannschaft ist immer das Aushängeschild für einen Verband. Die Fußball-Frauen haben hier schon für viel Begeisterung auf Aufsehen gesorgt. Auf ihren Spuren wandelten jetzt auch die Handballerinnen, die sich bei der Weltmeisterschaft, die zum Teil in Deutschland stattfand, in die Herzen der Fans spielten und Interesse bei einer breiten Öffentlichkeit fanden. Ihr Weg führte bis ins Finale, doch mit dem WM-Titel wurde es leider nichts. 20:23 unterlag Deutschland gegen Norwegen, das im Frauen-Handball jetzt alle Titel hält, wurde nach Europameister, Olympiasieger nun zudem Weltmeister. Erstaunliche 5,7 Millionen Zuschauer an den Bildschirmen drückten am Sonntag dem Team von Bundestrainer Markus Gaugisch die Daumen. 300.000 Euro Prämie gab es für den Erfolg vom Verband, Antje Döll, Emily Vogel und Viola Leuchter wurden ins All-Star-Team der WM berufen. Die Krönung fehlte allerdings.

Infantino und die peinlichste WM-Auslosung aller Zeiten

Der FIFA-Präsident schwärmte im Vorfeld von „der größten Show und besten WM-Auslosung aller Zeiten“, doch was Gianni Infantino dann in Washington bot, war die peinlichste WM-Auslosung aller Zeiten. Ja, die Show-Acts waren gut, doch Infantino präsentierte sich als das, was er immer stärker erscheint: Als Clown. Eineinhalb Stunden war von Sport keine Rede, die WM-Auslosung stand nicht im Mittelpunkt, sondern Infantino und US-Präsident Donald Trump. Infantino probierte sich als Moderator und Anheizer, was schon peinlich genug war, doch wie er Trump umgarnte, war fast nicht zu ertragen. „Düstere Zurschaustellung politischer Speichelleckereien eines Mannes“ nannte es The Mirror in England. Der FIFA-Präsident erfand für Trump extra den „Friedenspreis“, den der Weltverband künftig jedes Jahr vergeben will. Wie bekannt ärgerte sich Trump, dass er den Friedensnobelpreis nicht bekam, Infantino spendete Trost, doch die Ehrung, über die der Blick in der Schweiz urteilte „kein Friedensakt, sondern ein Desaster“, war eher Unsinn. Trump tönt, er hätte viele Kriege beendet oder sie verhindert, doch er sät mehr Hass als Frieden, entzweit statt zu versöhnen. Bezeichnend der Spruch auf seiner unvermeidlichen roten Mütze: „Trump hat in allem recht“. Infantino aber verstieß gegen die Statuten seines Verbandes, die absolute Neutralität bestimmen und eine politische Einmischung verbieten. Das müsste Konsequenzen haben.

Der Sport musste warten und die Gruppen-Auslosung der auf 48 Nationen aufgeblähten Weltmeisterschaft 2026 war ziemlich kompliziert. Deutschland kann von einem Glückslos sprechen, doch ein Selbstgänger werden die Spiele gegen Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador auch nicht. Am 14. Juni (19 Uhr MESZ) geht es in Houston gegen Curacao los, das kleinste Land im Feld. Die Mannschaft hat Jamaika ausgeschaltet und lebt als frühere niederländische Kolonie von Spielern, die dort entdeckt wurden. Gegen die Elfenbeinküste, immerhin Afrikameister, wird am 20. Juni (22 Uhr) in Toronto gespielt, Schlussakt ist am 25. Juni (22 Uhr) in New Jersey, dem Endspielstadion, gegen Ecuador, immerhin Zweiter in der Qualifikation Südamerikas vor Brasilien. Ob Deutschland dann am 19. Juli zum Finale noch einmal nach New Jersey kommt? Sollte Deutschland Gruppenerster werden, bleibt die Mannschaft im Osten, was auch die Quartierwahl erleichtert. „Wir können uns nicht beschweren“, lächelte Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Die Aufblähung des Teilnehmerfeldes sorgt auch dafür, dass es in den Gruppenspielen kaum Schlagerspiele gibt, zudem sind sechs Nationen noch gar nicht bekannt, laufen noch Qualifikationen. Das Eröffnungsspiel bestreiten am 11. Juni (21 Uhr) Mexiko und Südafrika. Interessant könnte die Gruppe I sein mit Frankreich, Senegal, Norwegen und einem Qualifikanten. Österreich (mit vielen Bundesliga-Stars) trifft in Gruppe J auf Argentinien, Algerien und Jordanien. Die zwei besten Teams jeder Gruppe und die acht besten Dritten kommen in die erste K.o.-Runde.

Aufstand am Tabellenende in der Bundesliga

Die Mannschaften von den Plätzen 12 bis 16 haben am Wochenende mit Siegen für eine Überraschung gesorgt. Auch St. Pauli als 17. holte in Köln wenigstens ein 1:1 und beendete seine Niederlagenserie, nur Schlusslicht Mainz ging mit einem 0:1 gegen Gladbach erneut leer aus, hofft aber auf Besserung. Der 59-jährige Schweizer Urs Fischer soll es als neuer Trainer richten, er hatte bis 2023 erfolgreich bei Union Berlin gearbeitet und einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Neue Besen kehren meist gut, selbst als Interimstrainer. So überraschte der FC Augsburg nach der Entlassung von Sandro Wagner und mit Manuel Baum als Verantwortlichen mit einem 2:0-Sieg gegen Leverkusen. Wolfsburg mit Daniel Bauer kann auch wieder siegen (3:1 gegen Union) und der Hamburger SV feierten im Nordderby gegen Werder Bremen einen besonders emotionalen Sieg. Kapitän Yussuf Poulsen, bisher meist verletzt, sorgte als Joker in der 94. Minute für den Siegtreffer. Der erfolgreichste Joker ist derzeit der „Hoffnungs-Schimmer“ für Heidenheim, nach dem Sieg in Berlin sorgte Stefan Schimmer aus Wertingen auch gegen Freiburg in der 94. Minute für den 2:1-Siegtreffer. Nach langer Torflaute erzielte er zuletzt vier Tore als Joker. Heidenheim arbeitete sich auf den Relegationsplatz vor. Im Abstiegskampf wird es insgesamt immer enger.

Klarheit dagegen an der Spitze. Über Bayern muss man fast nicht mehr reden, das 5:0 in Stuttgart sorgte dennoch für Gesprächsstoff. Trainer Vincent Kompany hatte sich eine besondere Taktik ausgedacht. Er setzte anfangs einige Stars, so auch Kane, auf die Bank und begann teilweise mit der zweiten Garnitur. Dennoch führten die Bayern bei Halbzeit 1:0 durch ein Zaubertor von Laimer, nach einer Stunde kam Kane und machte noch drei „Buden“. Begünstigt wurden die Tore durch eine schwache Leistung von Torhüter Alexander Nübel, der im Kampf um die mögliche Neuer-Nachfolge in München mit Abstand gegen sein Gegenüber verlor. Jonas Urbig durfte Neuer vertreten, zeigte sich souverän, glänzte mit genauen weiten Pässe und rettete einmal das „zu Null“. Auch Leipzig überraschte mit einem 6:0-Kantersieg gegen Frankfurt und Dortmund distanzierte Hoffenheim mit 2:0. Dadurch haben sich die ersten drei Teams abgesetzt, nach Rang 7 (Frankfurt/21 Punkte) gibt es wieder eine Lücke zum Achten Köln (16). Da geht viel an Spannung verloren.

Spannung gibt es im DFB-Pokal ( letzte Runde siehe nächster Blog), die Auslosung am Sonntag bescherte für das Viertelfinale (3./4. und 10./11. Februar 2026) den Schlager der BL-Spitzenteams Bayern und Leipzig. Hertha BSC hofft gegen Freiburg auf eine Überraschung und weiter auf die Chance, daheim das Finale zu bestreiten. Titelverteidiger Stuttgart muss nach Kiel, Leverkusen erwartet St. Pauli.

In dieser Woche geht es aber erst einmal wieder auf Europas Bühne, die letzten Spieltage des Jahres stehen an, dann geht es wieder am 20. Januar weiter. Die Bayern haben nach der Niederlage bei Arsenal ein Heimspiel, aber auch Sporting Lissabon (Dienstag, 18.45 Uhr) gehört zu den Spitzenteams, hat wie Dortmund, Chelsea, ManCity und Bergamo zehn Punkte, nur zwei weniger als die Bayern auf Rang drei. Der Kampf um die ersten acht Plätze, mit denen sich die K.o.-Runde vermeiden lässt, ist also voll entbrannt. Für die Bayern spricht, dass sie weder in vier Vergleichen gegen Sporting (4 Siege) haben und noch nie zu Hause gegen portugiesische Mannschaften verloren haben. Die in Leipzig gebeutelten Frankfurter müssen nach Barcelona (Dienstag, 21 Uhr) – das kann ja heiter werden. Am Mittwoch (21 Uhr) misst sich Dortmund mit dem Überraschungsteam Bodö/Glimt, Leverkusen wird von Newcastle und Nick Woltemade gefordert. Das heißeste Duell ist aber Real Madrid gegen Manchester City (Mittwoch).

Bayern-Frauen trumpfen auf

Wie die Männer, so mussten auch die Frauen von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga eine Lehrstunde hinnehmen. Sie wollten eigentlich Tabellenführer Bayern München herausfordern, doch sie wurden zu Nebendarstellerinnen degradiert, die Bayern-Mädchen ließen mit einem 5:0 nichts anbrennen und festigten die Tabellenspitze sechs Punkte vor Wolfsburg (3:1 gegen Freiburg). Am Wochenende steht der letzte Spieltag des Jahres an, wobei mit dem HSV und Nürnberg zwei Aufsteiger die Spitzenteams herausfordern: Der HSV gastiert in München, Nürnberg erwartet Wolfsburg. Bayern und der HSV treffen sich übrigens auch im Viertelfinale des DFB-Pokals, am 11. März allerdings in Hamburg. Das Schlagerspiel gibt es zwischen Wolfsburg und Frankfurt, außerdem spielen Jena – Sand und Essen – Bremen. (Ein Bericht über die Frauen-Nationalmannschaft im nächsten Blog)

München und Wolfsburg müssen aber auch noch zwei Spieltage in der Champions League absolvieren, beide Teams haben die Play-Offs sicher, wollen, aber weiter Punkte sammeln. Die Bayern-Mädchen müssen am Mittwoch zu Atletico Madrid und erwarten am 17. Dezember Valerenga, Wolfsburg hat am Dienstag bei Real Madrid und am17. Dezember gegen Chelsea London die schwierigeren Aufgaben.

Die Fußball-Fans schauen auch immer nach Vancouver seit Thomas Müller dort spielt. Der Ex-Münchner ist jetzt der Star bei den Whitecaps und führte sie ins Finale der MLS. Dort war kein geringerer als Inter Miami, mit David Beckham als Besitzer und Lioni Messi als großen Star, der Gegner. Das Duell der Altmeister entschied Messi für sich, er war an allen drei Tore beteiligt. Müller macht es aber in Vancouver Spaß, er will ein weiteres Jahr in Kanada bleiben.

Das spannendste Formel-1-Finale aller Zeiten ging mit einem neuen Weltmeister zu Ende. Lando Norris behielt die Nerven, kam als Dritter ins Ziel, das reichte für seinen ersten Titelgewinn mit zwei Punkten Vorsprung vor Sieger und Titelverteidiger Max Verstappen. Dicke Fehler vom Team McLaren, immerhin auch Konstrukteursweltmeister, machten die letzten Rennen mit einer Aufholjagd des eigentlich schon abgehängten Verstappen im Red Bull noch spannend. So aber gewann McLaren erstmals seit 2008 wieder die Fahrer-WM. Lando Norris war danach in Tränen aufgelöst. Für den 26-jährigen Engländer eine besondere Erleichterung, nachdem ihm nachgesagt wurde, dass ihm für einen Titelgewinn die starken Nerven fehlen. Er schaffte quasi eine Punktlandung, wehrte erfolgreich Leclerc mit seinem Ferrari ab, denn Platz vier hätte nicht gereicht.

Mit Infantinos Shows beginnt die WM 2026 – Frauen-EM 2029 in Deutschland

Er steht ja so gerne im Mittelpunkt und so wird die Auslosung der Gruppen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko am Freitag in Washington wohl vor allem zur Bühne für den nach eigenem Verständnis „großartigsten Präsidenten des Weltverbandes“, Gianni Infantino. Ihm zur Seite stehen soll der nach eigenem Verständnis „großartigste Präsident der Welt“, Donald Trump. Zwei, die sich nicht gesucht, aber gefunden haben. Die peinliche Krönung könnte sein, dass Trump aus den Händen von Infantino den vom FIFA-Präsidenten neu geschaffenen „Friedenspreis“ erhält. Außer Infantino fragt sich jeder: Welcher Frieden?.

Es wird wieder einmal deutlich, Sport und Politik lassen sich nicht trennen. Bei der Auslosung der WM-Gruppen wird der Sport aber in den Hintergrund gedrängt, auch durch das bunte Showprogramm (u. a. moderiert Heidi Klum). Dabei wird es sowieso die größte Auslosung aller Zeiten, weil die Zahl der WM-Teilnehmer von 32 auf 48 aufgestockt wurde, das bedeutet statt bisher 64 insgesamt 104 Spiele vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Es gibt zwölf Gruppen mit je vier Mannschaften, die besten zwei jeder Gruppe und die besten acht Dritten kommen in die erste K.o.-Runde. Gespielt wird in 16 Städten, zwei in Kanada (Toronto, Vancouver), drei in Mexiko (Monterrey, Mexiko City, Guadalajara) und elf in den USA (Dallas, Atlanta, New York, Boston, Houston, Los Angeles, Kansas City, Miami, Philadelphia, San Francisco, Seattle). Das Eröffnungsspiel findet in Mexiko City statt, das Finale in East Rutherford (New Jersey).

Aus vier Töpfen werden die Nationen für die Gruppen gezogen, die Reihenfolge orientiert sich an der Weltrangliste. Ein Novum, sechs Teilnehmer stehen noch gar nicht fest, weil im März noch Play-Offs in Europa und international von der FIFA ausgetragen werden. Diese Teams werden alle in Topf 4 verfrachtet, mit dabei ist Italien! Die Gruppenköpfe bilden die drei Gastgeber sowie die ersten neun der Weltrangliste, so ist auch Deutschland, neben Argentinien, Brasilien, England, Frankreich, Portugal, Niederlande, Spanien und Belgien eine Nummer 1. Erstmals gibt es auch eine Art Setzliste, so dass die besten Teams der Weltrangliste, Spanien und Argentinien erst im Finale aufeinandertreffen können.

Die Auslosung am Freitag, die eigentlich in Las Vegas vorgesehen war, auf Wunsch von Trump aber nach Washington verlegt wurde, ist eingebettet in eine zweistündige Show (18 Uhr/ZDF), der genaue Spielplan wird am Samstag erstellt und in einer weiteren Show vorgestellt. Dann geht für alle Nationen auch die Quartiersuche los. Logisch, dass auch eine große Delegation des DFB vor Ort ist, einige vorgesehene Quartiere wurden schon besichtigt. Bundestrainer Julian Nagelsmann hofft auf Losglück, Iran, Südafrika und Tschechien wären ebenso als Gegner möglich wie Uruguay, Ägypten und Italien. Nur aus Europa können zwei Nationen eines Kontinents in einer Gruppe vertreten sein. Mal sehen, ob die Auslosung die Vorfreude auf die WM steigert!

Jubel beim DFB: EM-Gastgeber 2029

Die Hoffnung war so groß wie die Zweifel beim DFB als um die Vergabe der Frauen-Europameisterschaft 2029 ging. In Erinnerung war die Niederlage gegen Brasilien bei der WM-Vergabe 2027 und diesmal galten Schweden und Dänemark in einer gemeinsamen Bewerbung als harte Gegner und Polen als dritter Kandidat hatte das starke Argument, durch die EM den Frauen-Fußball im Land in Schwung zu bringen. Am Ende aber jubelte am Mittwoch in Nyon am Genfer See, dem Sitz der UEFA, die Delegation von DFB-Präsident Bernd Neuendorf, für den der Sieg ein persönlicher Prestigeerfolg ist. Vielleicht zog das Argument, dass in Deutschland nur in großen Stadien gespielt werden soll und im Gegensatz zu allen bisherigen Turnieren mit einem Gewinn zu rechnen sei. Mit einer Million Zuschauer lockte der DFB und Nati-Kapitän Giulia Gwinn jubelte: „Das wird ein großes Fest“. Als Spielorte stehen Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig, München und Wolfsburg fest.

Am Tag zuvor war den deutschen Frauen nicht zum Jubeln zumute, der Traum vom Finalsieg in der Nations League platzte. Weltmeister Spanien zeigte sich in Madrid als unerbittlicher Gastgeber und dem DFB-Team die Grenzen auf, dass zur absoluten Weltspitze halt doch noch ein bisschen fehlt. Im Hinspiel in Kaiserslautern konnte Deutschland noch zeitweise das Kommando übernehmen, das blieb aber in Madrid aus, zu dominant waren die Spanierinnen. Auch schlichen sich in der deutschen Abwehr zu viele Fehler ein, es wurde nicht konsequent genug verteidigt und eigene Chancen gab es kaum. Nach Toren von Pina (2) und Vicky, die Aitana ersetzte, gewann der Weltmeister deutlich mit 3:0. Bundestrainer Christian Wück war ernüchtert: „Jetzt wissen wir, was uns noch fehlt.“

Ob dem Bundestrainer künftig seine Stammtorhüterin fehlen wird, steht in den Sternen. Wück hofft weiter auf Ann-Katrin Berger, doch die 35-Jährige will sich die Fortsetzung ihrer Karriere noch überlegen. Die EM 2029 könnte ja für alle ein besonderes Ziel sein. Ex-Nationalspielerin Alexandra Popp schwärmt vor: „Ein Turnier im eigenen Land ist einfach geil.“

Überraschungen im Pokal

Im Achtelfinale des DFB-Pokals gab es zwei große Überraschungen: Zum einen konnte der FC St. Pauli nach neun Bundesliga-Niederlagen am Stück plötzlich wieder gewinnen und schaltete Mönchengladbach mit 2:1 aus, zum anderen sorgte Holstein Kiel in Hamburg für trübe Stimmung, denn der HSV unterlag im Elfmeterschießen (2:4 nach 1:1), eigentlich wollte er sich im Pokal Auftrieb für den Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga holen. Einen Genickschlag gab es auch für Borussia Dortmund, dass am Wochenende in Leverkusen noch 2:1 gewonnen hatte, jetzt aber drehte Bayer den Spieß um und gewann 1:0. Auch, weil Adeyemi beste Chancen vergab. Dabei hatten die Dortmunder große Hoffnungen im Pokal gehabt, eigentlich die einzige realistische Titelchance, die nun vergeben wurde. Da wird auch Abwehrchef Nico Schlotterbeck ins Grübeln kommen, sein Vertrag läuft im Sommer aus und er hat Angebote aus England und von den Bayern. Er wollte bei der Borussia bleiben, wenn er mit ihr etwas gewinnen könne. So rosig sieht die Zukunft aber nicht aus.

Titelverteidiger VfB Stuttgart ließ in Bochum nichts anbrennen (2:0), Leipzig (3:1 gegen Magdeburg) und Freiburg (2:0 gegen Darmstadt) hatten wenig Probleme und im Duell der Zweitligisten kanzelte Hertha BSC Kaiserslautern gleich mit 6:1 ab. So ist ein Team aus der Gastgeberstadt noch dabei, Union Berlin dagegen konnte das Pokal-Trauma von Bayern München nicht verstärken. Fünf Jahre Erfolglosigkeit wollen die Bayern beenden, der 3:2-Sieg in Berlin war aber ein hartes Stück Arbeit. Union steuerte zwei Eigentore bei, andererseits profitierte der Gastgeber von zwei harten Elfmetern gegen die Münchner. Torjäger Kane glänzte mit einem Treffer, beging aber nach Meinung von Schiedsrichter Petersen ein Foul im eigenen Strafraum in einem Luftkampf. Es war ein zwar harter, aber eigentlich normaler Zweikampf. Die Münchner verloren in der 2.Halbzeit ihre spielerische Linie, aber kamen ins ZIel, weil Union seine Chancen nicht verwerten konnte.

Die Bundesliga machte auch mit zwei weiteren Trainerentlassungen auf sich aufmerksam. Zuerst handelte der FC Augsburg, der sich von Hoffnungsträger Sandro Wagner trennte, der selbst zweifelt, ob er der richtige Mann ist. Aus den Aufbruchträumen im Verein wurde Abbruchstimmung. Manuel Baum, früher schon FCA-Trainer und jetzt Leiter im Nachwuchszentrum, wird bis Weihnachten die Mannschaft betreuen. Schlusslicht Mainz05 zog auch die Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden und trennte sich vom einstigen Erfolgstrainer und Fanliebling Bo Henriksen. Der Däne übernahm die Mannschaft im Abstiegskampf, führte sic 2024 zur Rettung und in der Saison darauf sogar auf die internationale Bühne in die Conference League. Jetzt war er wieder dort, wo er anfing – im Abstiegskampf. Der mit der U23 erfolgreiche Benjamin Hoffmann soll voerst das Bundesligateam übernehmen, er könnte aber auch eine langfristige Lösung sein. Zusammen mit Wolfsburg suchen aktuell also drei Bundesligisten einen neuen Trainer. Immer wird der Schweizer Urs Fischer, bei Union Berlin erfolgreich, als Kandidat genannt – er kann sich den Verein aussuchen, wenn er überhaupt will.

Hinweis: Der Blog wurde am Donnerstag geschrieben, konnte aus technischen Gründen nur verspätet gesendet werden.



























DFB-Pokal im Zeichen der Revanche

Neben Bundesliga und Champions League meldet sich der Pokal nur mal zwischendurch, aber ein Schattendasein führt er keineswegs. „Es ist der kürzeste Weg zu einem Titel“, heißt es allgemein. Aber selten ist ein Achtelfinale im DFB-Pokal so brisant wie diesmal. Die Zeichen stehen nämlich auf Revanche und dabei geht es um die Ergebnisse in der Bundesliga. Amateurklubs sind leider nicht mehr dabei.

Revanche Nummer 1 betrifft Bayern München. Der Rekordmeister und Rekordpokalsieger (20mal) läuft seit fünf Jahren dem nächsten Erfolg hinterher, meist war im Achtelfinale Endstation, im Vorjahr gegen Bayer Leverkusen. In diesem Jahr ist erneut der Pokalsieg ein Ziel, das man unbedingt erreichen will, „wir wollen nach Berlin“ heißt, gemeint ist das Finale, doch bereits am Mittwoch stehen die Bayern in Berlin vor einer Bewährungsprobe, nämlich bei Union Berlin. Fußball-Fans wissen Bescheid: Am 10. Spieltag beendete Union mit einem 2:2 die Siegesserie der Bayern. Die Münchner werden also mit gewaltigen Revanchegelüsten anreisen, Rotationsgedanken wird Trainer Vincent Kompany nicht hegen, auch Manuel Neuer steht nach Sperre wieder im Tor. Es gilt, die Pannenserie im Pokal zu beenden. Aber Achtung: Die letzten vier Heimspiele im Pokal hat Union alle gewonnen und das unglückliche 1:2 gegen Heidenheim in der Bundesliga macht Beine für eine Wiedergutmachung.

Revanche Nummer 2 betrifft das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Leverkusen und Dortmund, dass Bayer im eigenen Stadion mit 1:2 verlor. Jetzt will das Werksteam den Spieß umdrehen und in Dortmund gewinnen, eine schnelle Revanche also. Im Pokal hat sich Bayer zuletzt wohlgefühlt, holte 2024 nach 1993 den zweiten Titel. Dortmund gewann schon fünfmal, zuletzt 2021, auch da ist der Blick aufs Finale am 23. Mai gerichtet. Beide Teams hatten vorher bereits in der Champions League beeindruckt, Leverkusen siegte bei Manchester City (Pep Guardiola ließ quasi ein B-Team spielen) mit 2:0, Dortmund hatte keine Probleme beim 4:0 über Villarreal und tankte mit 2:1-Sieg (erstmals in der BL gegen einen „Großen“ gewonnen) Selbstvertrauen.

Mit Gladbach – St. Pauli gibt es ein drittes Bundesliga-Duell mit Revanchegedanken (Dienstag, 18 Uhr), in Hamburg siegte die Borussia Anfang November 4:0. Titelverteidiger VfB Stuttgart tritt am Mittwoch (18 Uhr) in Bochum an. Die weiteren Spiele: Hertha BSC – Kaiserslautern (Dienstag, 18 Uhr), Leipzig – Magdeburg (Di. 21 Uhr), Freiburg – Darmstadt (Mi. 18 Uhr), HSV – Kiel (Mi. 21 Uhr).

BL: Standards, Joker, Last-Minute-Tore

Die Bayern werden lange mit Schrecken an die 1:3-Niederlage gegen Arsenal London in der Champions League zurückdenken. Nicht nur, dass ihre stolze Erfolgsserie damit beendet wurde, Ernüchterung gab es vor allem durch die zwei entscheidenden Tore nach Eckbällen. Hilflos Torhüter Neuer und seine Abwehr, ein Fakt, der vermieden werden sollte. Aber es ist ein Trend, Standards werden immer wichtiger. Bei Arsenal, so heißt es, lässt sie Trainer Mikel Arteta bis zum Erbrechen trainieren. Aber auch die Bayern können sie, das vorentscheidende 2:1 gegen Kellerkind St. Pauli erzielte Luis Diaz nach einem Standard. Die Bayern können das, sind mit zehn Toren nach ruhenden Bällen die Nummer 1 der Liga zusammen mit Freiburg. Andererseits: Auch Union tat den Münchnern beim 2:2 mit zwei Standardtoren weh! Im Zweifel helfen Standards, wenn die Kraft zu Ende geht oder spielerisch die Mittel fehlen.

Auffallend aber auch, dass die Entscheidungen immer öfter erst in der Nachspielzeit fallen. Am vergangenen Wochenende war dies eklatant und oft waren Einwechselspieler die Torschützen. Joker werden durch die größeren Wechselmöglichkeiten immer wichtiger. Wer zuerst auf der Bank sitzt, kann dennoch zum Helden werden. Durch die frischen Spieler gibt es auch spät noch die Kraft für Tore. In fünf der neun Spiele fielen in der Nachspielzeit entscheidende Tore! Nicht nur bei den Bayern, besonders erfolgreich war Heidenheim bei Union mit dem 1:1 von Schimmer in der 90. Minute und dem Siegtreffer von Schöppner in der 96. (beide Joker!). Jetzt sieht Heidenheim in Sachen Klassenerhalt wieder Licht am Ende des Tunnels. Es schimmert zumindest, Stefan Schimmer erzielte seine insgesamt drei Tore alle als Joker und ist damit bester Torjäger des FCH. Fünf der zehn Treffer fielen durch Joker!

Der HSV schaffte das 2:1 gegen Stuttgart in Unterzahl und durch ein Tor von Vieira nach 94 Minuten. Wichtig nach fünf erfolglosen Spielen. Frankfurt rettete gegen Wolfsburg gerade noch einen Punkt beim 1:1 weil Batshuayi in der 97. Minute einen Foulelfmeter verwandelte und Kölns Talent El Mala machte mit dem 1:1-Ausgleich in der 91. Minute in Bremen auf sich aufmerksam. Die Zuschauer werden sich künftig hüten, vorzeitig das Stadion zu verlassen.

Neues Schlusslicht der Bundesliga ist Mainz 05. Das 0:4 in Freiburg war ein Genickschlag, Trainer Bo Henriksen wirkt ratlos, sein Team auf dem Feld hilflos. Ob am Freitag gegen Gladbach nach Wochen der Erfolglosigkeit die Wende gelingt oder sogar ein neuer Mann am Spielfeldrand steht? Das ganze Gegenteil ist bei der TSG Hoffenheim der Fall, die Mannschaft ist seit sechs Spielen unbesiegt und in diesem Zeitraum holten nicht einmal die Bayern mehr Punkte! Platz fünf ist der aktuelle Lohn und dabei war Trainer Christian Ilzer im Sommer noch ein Wackelkandidat. Jetzt ist es verstärkt der von ihm besiegte Sandro Wagner in Augsburg.

Frauen haben das Toreschießen verlernt

Bundestrainer Christian Wück rauft sich bei den Spielen seiner Mädchen immer wieder die Haare. Beste Chancen werden vergeben und so gab es im ersten Finalspiel der Nations League gegen Spanien nur ein 0:0, obwohl leicht auch zwei oder drei Tore für die deutschen Frauen hätten fallen können. Der Weltmeister wurde über lange Zeit dominiert und hatte selbst kaum gute Chancen. Aber das spanische Tor war wie vernagelt, Torhüterin Cata Call hielt stark und war mit dem Glück im Bunde, Klara Bühl , Jule Brand und Nicole Anyomi verzweifelten dagegen. Am Dienstag (18.30 Uhr/ARD) muss es beim Rückspiel in Madrid besser laufen, allerdings bleiben die Spanierinnen in der Favoritenrolle, obwohl Weltfußballerin Aitana verletzt ausfällt.

Immerhin sah der Trainer auch positive Ansätze, „wir haben uns spielerisch verbessert und die Mannschaft trat geschlossen auf“. Die Gastgeberinnen waren auch voll des Lobes und gestanden, „wir mussten leiden“. Sie werden nach Mitteln suchen, dass Wücks Mädchen in Madrid leiden müssen. Dagegen würde ein Finalsieg der deutschen Mannschaft für die Zukunft gehörigen Auftrieb geben.

Zweiter Akt: Wer ist die Nummer 1 in Europa?

Logischerweise können sich Fußball-Fans noch an den 4. November erinnern, als in der Champions League Titelverteidiger Paris St. Germain den FC Bayern München erwartete, die Mannschaft, die bis dahin alle Spiele gewann. Es ging um die Frage, wer die Nummer 1 in Europa ist. Die Bayern gewannen vor drei Wochen mit 2:1, boten in der ersten Halbzeit eine Leistung, wie man sie vielleicht in Europa noch nie gesehen hatte und verteidigten nach dem Platzverweis von Doppeltorschütze Luis Diaz den 2:0-Vorsprung mit Herz und Glück. Ohne Niederlage in Pflichtspielen sind die Bayern bis heute und jetzt folgt am Mittwoch der zweite Akt der Aufführung: Wer ist die Nummer 1 in Europa? Erfolge weist nämlich auch Gegner Arsenal London auf, der Tabellenführer der Premier League (eine Niederlage, sechs Punkte vor Chelsea) und wie die Bayern und Inter Mailand mit vier Siegen in der Champions League vorn. Beide Konkurrenten haben eine Tordifferenz von +11, die Bayern sind mit 14 Treffern (14:3) mit Paris das torhungrigste Team und deshalb Tabellenführer, Arsenal dagegen hat bisher noch keinen einzigen Treffer hinnehmen müssen (11:0)!

Jetzt aber kommt Harry Kane. Der Engländer ist so eine Art Schreckgespenst von Arsenal. Vor allem im Trikot von Tottenham, jetzt aber auch mit den Bayern, hat er in 21 Spielen gegen Arsenal 15 Tore erzielt, davon 6 im Emirates Stadion und ist damit der torgefährlichste Gästespieler! Auch beim letzten Gastspiel mit den Bayern traf Kane beim 2:2. Insgesamt reisen die Münchner mit einer erstaunlichen Bilanz nach London, in 14 Spielen gegen Arsenal gab es 8 Siege und nur 3 Niederlagen, die letzte in der Saison 2015/16. Das soll so bleiben! Aber Achtung, Arsenal fertigte in der Generalprobe ausgerechnet Tottenham mit 4:1 ab. Groß in Form sind vor allem die Angreifer Madueke und Eze, dagegen fehlt Abwehr-As Gabriel verletzt. Die Bayern müssen natürlich auf den für drei Spiele gesperrten Luis Diaz verzichten, bauen aber auf den Schwung vom 6:2 gegen Freiburg, als das Duo Olise/Karl nach einem 0:2-Rückstand die Schwarzwälder schwindlig spielte. Da wird Trainer Vincent Kompany in London wohl kaum auf Jungtalent Karl verzichten.

Es gibt noch ein zweites englisch-deutsches Duell, Manchester City (4./10 Punkte) erwartet am Dienstag Bayer Leverkusen (21./5 Punkte), allerdings unter anderen Vorzeichen. Citys Trainer Pep Guardiola hadert mit der Form seines Teams (1:2 in Newcastle), Bayers Coach Kasper Hjulmand gehen dagegen die Spieler aus. Sieben Stammspieler werden fehlen, drei (Fernandez, Palacios, Vacquez) sind verletzt, zwei (Tapsoba, Andrich) gesperrt und zwei (Terrier, Hofmann) für die CL nicht gemeldet. Dazu gibt es bei vier Spielern ein Fragezeichen, ob sie einsatzfähig sind. Nur eine Notelf bei City, das kann nicht gutgehen, da gerät sogar die Qualifikation für die Play-Offs in Gefahr. Darum kämpft auch Eintracht Frankfurt (23./vier Punkte) gegen Atalanta Bergamo (16./7), während sich Borussia Dortmund (14./7) gegen Villarreal (32./1) vor allem die Chance auf einen Platz unter den ersten Acht erhalten will, um den Play-Offs zu entgehen.

Die Stille und das Eigentor der Fans

Wie es so manchmal ist, der grüne Rasen stand am Wochenende nicht unbedingt im Mittelpunkt der Bundesliga. Die Fans protestierten gegen das Vorhaben der Landes-Innenminister, die Anfang Dezember tagen und unter anderem über die Sicherheit in den Stadien sprechen wollen. Weil es oft Ausschreitungen, Pyro-Unsinn und sogar Raketen ins Umfeld geschossen werden, sind schärfere Maßnahmen geplant, um den manchmal großen Polizeieinsatz zu reduzieren. Stadionverboten, personalisierte Tickets und Kollektivstrafen sind im Gespräch. Das gefällt den Fans überhaupt nicht, sie protestierten mit zwölf Minuten Stille als Zeichen. Manche mögen das sogar als Wohltat empfunden haben, als der ansonsten gleichförmige Krach auf den Stehplätzen. Aber die Unverbesserlichen, sogenannten „Fans“ sorgten gleich für ein Eigentor. So wurde wieder Pyro abgebrannt und in Köln brannte bei den Frankfurter Fans sogar eine Fahne. „Freie Fankultur“ wird gefordert, aber um die Sicherheit anderer kümmern sich die Ultras und Konsorten nicht. Dieses Dilemma wird wohl ein ewiges Streitthema bleiben.

Gestritten wurde auf der Hauptversammlung von Borussia Dortmund nicht, aber auch da wurde ein Zeichen gesetzt. Wie erwartet wurde Hans-Joachim Watzke, als Vorsitzender der KGaA-Geschäftsführung zurückgetreten, als neuer Präsident des e. V. gewählt. Der 56-Jährige fand in der ersten Hybrid-Versammlung mit Stimmabgabe auch im Internet nicht die volle Zustimmung, nur 59 Prozent gaben ihm die Zustimmung. Erstaunlich, nachdem, was Watzke bisher für den Verein geleistet hat. Lars Ricken, sein Nachfolger in der Geschäftsführung, machte dies deutlich: „Ohne Aki Watzke würde es den Verein in dieser Form nicht mehr geben.“

Sportlich erlitt Dortmund einen Rückschlag, Stuttgart trübte die Stimmung mit einem Tor zum 3:3 in der Nachspielzeit. Deniz Undav war dreifacher VfB-Torschütze, sorgte aber mit einem Foul im eigenen Strafraum für einen BVB-Elfmeter, den Can zum 1:0 verwandelte. Besser machten es die anderen Bayern-Verfolger Leipzig (2:0 gegen Bremen) und Leverkusen (3:1 in Woflsburg) und die Bayern selbst. Die lagen zwar überraschend gegen Freiburg schnell mit 0:2 im Rückstand, spielten dann aber groß auf und gewannen 6:2. Vor allem das Duo Michael Olise und Lennart Karl glänzte. Olise erzielte zwei Tore selbst und gab zu weiteren drei die Vorlage. Karl erzielte das 1:2 und war am Ausgleich zum 2:2 beteiligt, sorgte zudem immer für Unruhe. Zwei seiner Aussagen lassen aufhorchen: Messi ist sein Vorbild, die WM 2026 sein großes Ziel. Erreicht er das, haben die Bayern viel Spaß mit dem 17-Jährigen gehabt… Die Bayern hatten aber auch so Spaß, sind sie doch jetzt 43 mal in Folge Tabellenführer, damit wurde der eigene Rekord eingestellt. Diese Leistung gelang zuerst von April 1972 bis Juni 1973. Eine neue Bestmarke ist sicher, denn bei sechs Punkten Vorsprung und der besten Tordifferenz bleiben die Münchner auf jeden Fall noch zwei Spieltage lang Erster. Aber eigentlich wollen sie bis zum Schluss den Platz an der Sonne nicht abgeben.

Am Tabellenende gibt es keinen Spaß, vor allem bei Schlusslicht Heidenheim nicht, wo das 0:3 gegen Gladbach für weitere Ernüchterung sorgte. St. Pauli kennt Siege auch nicht mehr, das 0:1 gegen Union sorgte für einen Vereinsnegativrekord mit neun Niederlagen am Stück. Mainz hadert ebenfalls mit einer mageren Punktausbeute, beim 1:1 gegen Hoffenheim stand allerdings Dominik Kohr im Mittelpunkt. Nach einem hässlichen Tritt flog er mit Rot vom Platz und ist damit Rekordhalter in der Bundesliga. Sein neunter Platzverweis, keiner flog öfter, jetzt muss ihn der DFB für längere Zeit aus dem Verkehr ziehen. Vom Erfolgsweg abgekommen ist auch der Hamburger SV, der fünf Spiele nicht mehr gewinnen konnte. Für Augsburgs Trainer Sandro Wagner war der 1:0-Sieg gegen den HSV allerdings ein Befreiungsschlag, der FCA kann sich als 13. mit zehn Punkten als „Spitzenreiter im Tabellenkeller“ fühlen. Nur 15. ist Wolfsburg, das gleich zwei Niederlagen erleiden musste. Dem 1:3 gegen Leverkusen folgte die Absage von Andreas Schlicker, der nicht in den Norden wechseln wird, sondern Geschäftsführer in Hoffenheim bleibt.

Frauen träumen vom Titel

Für die Frauen-Nationalmannschaft steht am Ende des Jahres der Höhepunkt bevor. Gegen Spanien geht es am Freitag in Kaiserslautern und am 2. Dezember in Madrid um den Titel in der Nations League. Das DFB-Team ist gegen den Weltmeister natürlich Außenseiter, der gleich acht Stürmerinnen nominiert hat. Da kommt auf die deutsche Abwehr also einiges zu. Bundestrainer Christian Wück hat in seinem Aufgebot keine Überraschungen geliefert, mit dabei ist wieder Torhüterin Berger, frisch gebackener Meisterin in den USA. Verzichten muss Wück auf Bayern-Torjägerin Schüller, die aus privaten Gründen absagen musste, dafür rückte Vereinskollegin Dallmann nach. Im Angriff wird Wück sicher wieder auf Anyomi setzen, die im Halbfinale gegen Frankreich glänzte. Aber die deutschen Frauen müssen über sich hinaus wachsen, um Spanien in die Knie zu zwingen,.

Das Aufgebot: Tor: Berger, Johannes, Mahmutovic. – Abwehr: Gwinn, Hendrich, Kett, Knaak, Küver, Linder, Minge. – Mittelfeld: Alara, Brand, Gräwe, Lohmann, Nüsken, Senß. -. Angriff: Anyomi, Bühl, Cerci, Dallmann, Freigang, Martinez, Zicai.

Vielleicht geben die Erfolge der deutschen Teams in der Champions League der Nationalmannschaft Auftrieb. Bayern München und der VfL Wolfsburg glänzten gegen die Star-Klubs von Paris St. Germain (3:1) und Manchester United (5:2) mit großartigen Siegen und haben nach vier von sechs Spieltagen bereits die Teilnahme an den Play-Offs sicher. Wolfsburg ist sogar Dritter und wäre damit im Viertelfinale, hat aber mit Real Madrid und Chelsea London noch dicke Brocken vor sich. Die Münchnerinnen als Fünfte hoffen gegen Atletico Madrid und Valerenga Oslo noch auf den Sprung nach oben. Die letzten Spieltage sind am 9./10. und 17. Dezember.

In der Bundesliga ließen die Spitzenklubs nichts anbrennen. Die Bayern-Mädchen machten es fast den Männern nach, lagen in Hoffenheim 0:1 zurück, siegten dann aber 5:1. Es bleibt also bei sechs Punkten Vorsprung, weil Wolfsburg beim 3:1 in Leipzig ebenfalls keine Probleme hatte.

Im Wintersport haben alle nur Olympia im Visier

In Deutschland kehrte in diesen Tagen rechtzeitig der Winter wieder zurück, um die Aufmerksamkeit der Sportfans auf den Wintersport zu lenken. Nach einem Vorgeplänkel im alpinen Skisport geht es am kommenden Wochenende kompakt so richtig los, die Olympia-Saison wird eröffnet. Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo vom 6. bis 22. Februar 2026 haben alle im Visier. In den Weltcup-Wettbewerben geht es vornehmlich um die Qualifikation, aber auch um den Formaufbau, um in Italien erfolgreich zu sein. Zur Erinnerung: Bei den letzten Winterspielen 2022 in Peking holte Deutschland zwölfmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze, das bedeutete Platz zwei im Medaillenspiegel hinter Norwegen.

Wir werden im Winter also verfolgen, wie groß die deutschen Chancen diesmal sein werden. Die fleißigsten Medaillensammler sind meist im Eiskanal zu finden, Bob und Rodel sehr gut, auch diesmal darf man auf Medaillen hoffen. Francesco Friedrich ist der Dominator in der Bobbahn, im Rodeln will Weltmeister Max Langenhan endlich auch Olympiasieger werden und auch Weltcup-Siegerin Julia Taubitz peilt nach acht WM-Titeln ihr erstes Olympia-Gold an. Erste Rennen im Dezember.

Anders sieht es auf Schnee aus, da gibt es natürlich Chancen, andererseits aber auch Sorgen. So sind in zwei Sportarten die Männer das schwache Geschlecht. Vor allem bei den Alpinen ist Sportdirektor Wolfgang Maier mit den Herren unzufrieden, im vergangenen Winter schaffte keiner eine Podiumsplatzierung. Das gab es im Skiverband sonst in keiner Disziplin. Die Frauen erreichten immerhin zwei Siege und insgesamt sieben Podestplätze. Diesbezüglich gelang der Saisonauftakt, denn die neue Ski-Hoffnung Emma Aicher (22) fuhr beim Slalom in Levi gleich auf Rang drei vor ihrer Mannschaftskameradin Lena Dürr. Die gebürtige Schwedin gilt als Supertalent und Allrounderin, will in allen alpinen Disziplinen starten. Bei Speedrennen ist auch Kira Weidle-Winkelmann etwas zuzutrauen, während bei den Männern nur Slalom-Spezialist Linus Straßer als Hoffnungsträger gilt, der bei der letzten WM immerhin Bronze holte.

Im nordischen Bereich sieht es da besser aus. Im Skispringen erreichten die Frauen im vergangenen Winter 19 Podestplätze bei vier Siegen, die Männer gewannen sogar siebenmal bei 13 Podestplätzen. Da gibt es also Hoffnung, wobei die Skispringer gleich zwei Höhepunkte haben, denn die Vier-Schanzen-Tournee zum Jahreswechsel hat einen fast so hohen Stellenwert. Ein deutscher Sieg will aber seit Jahren einfach nicht gelingen. Andreas Wellinger, Karl Geiger und Pius Paschke sind also gefordert (Auttakt am Wochenende in Lillehammer). Paschke war im Vorjahr vor Weihnachten in Hochform, danach leider nicht mehr, diesmal sollte er seine Form bis zum Februar konservieren. Bei den Frauen ruhen die Hoffnungen auf Selina Freitag und Katharina Schmid.

Die erfolgreichste Abteilung im Skiverband waren die nordischen Kombinierer, die acht Siege holten bei 23 Podestplätzen, Vinzenz Geiger aus Oberstdorf holte sich am Ende den Gesamtweltcupsieg, profitierte dabei jedoch von der Erkrankung des großen norwegischen Rivalen Jari Magnus Riiber, der inzwischen seine Karriere beendet hat. Die Norweger haben aber weiterhin eine starke Mannschaft, ebenso wie die Österreich, die beide den Deutschen Paroli bieten wollen. Eine spannende Saison steht diesbezüglich bevor, der Start ist am 28. November im finnischen Ruka. Die Frauen konnten mithalten, Nathalie Armbruster kürte sich zur Königin der Kombinierer.

Die Vier-Schanzen-Tournee der Skispringer ist auch ein Fernsehereignis, die besten TV-Einschaltquoten hat unter der Saison aber weiterhin Biathlon. Es zeichnet sich ab, dass dies auch in diesem Jahr so sein wird, vor allem wenn die Frauen am Start sind. Die Daumen drücken darf man vor allem Franziska Preuß, die im Vorjahr endlich einmal gesund war und prompt den Weltcup gewann und „Skisportlerin des Jahres“ wurde. Die 31-Jährige zog sich bei der Vorbereitung zwar eine Handverletzung zu, ist aber wieder fit und führt das deutsche Team beim Saisonstart am 29. November in Östersund an. Dank Preuß holten die Frauen im Vorjahr 20 Podestplätze bei acht Siegen. Einer gelang auch Selina Grotian, dem 21-jährigen Nachwuchstalent. Sie wurde bereits mit Vanessa Vogt und Julia Thannheimer für Schweden nominiert, die Rückkehrerin und junge Mutter Janina Hettich-Walz und Sophia Schneider müssen sich noch qualifizieren. Die Männer sind auch im Biathlon das schwache Geschlecht, es gelang im Vorjahr kein Sieg, gerade mal drei mickrige Podestplätze waren zu verzeichnen. Allerdings fehlt es im Gegensatz zu den Frauen auch an Nachwuchs, so dass mit keiner großen Besserung zu rechnen ist. Die Routiniers Johannes Kühn und Roman Rees wurden dennoch nicht für Schweden nominiert, müssen erst wieder Leistung bringen. Angeführt wird die Mannschaft von Justus Strelow und Philipp Nawrath, mit dabei sind auch Lukas Fratschner, Simon Kaiser, Philipp Horn und Danilo Riethmüller. In Deutschland gastiert der Weltcup-Zirkus vom 8. bis 11. Januar in Oberhof und danach vom 14. bis 18. Januar in Ruhpolding.

Der Wintersport wird uns also in den nächsten Wochen und Monaten im Bann halten, Ende des Kalenderjahres können wir eine Zwischenbilanz ziehen, wie die Chancen bei Olympia stehen. Hoffentlich heiße Hoffnungen und keine kalten Enttäuschungen!